Unsere erste Spende

Auch für Fairbrush ist es etwas Neues, selbst in ein Gebiet zu gehen und dort etwas zu spenden. Wo? Wie? Wann? Mit Wem? Davon handelt dieser Blogbeitrag. Eines vorne weg: Es war jede Mühe, jeden Schritt und jedes Kilo im Rucksack wert, diese vielen begeisterten Kinderlächeln zu sehen. Aber beginnen wir von vorne.

Wer weiß schon, was die Zukunft bringt?

Schon lange war von Julia und mir eine Reise nach Asien geplant. Dass ich in den Monaten vor der Reise ein Unternehmen gründen würde stand zu Planungsbeginn unserer Reise jedoch in den Sternen. Als ich Julia von meiner Idee erzählte und ihr erklärte, dass wir in Asien ein bisschen mehr machen würden als nur zu reisen und das Land kennenlernen, war sie, ich bin ehrlich, skeptisch. Naja, ich konnte es ihr nicht verdenken, auch für mich war es ein komisches Gefühl mit 500 Bambuszahnbürsten im Rucksack nach Asien zu Reisen und dabei keinen direkten Ansprechpartner für die Spende der Zahnbürsten zu haben.

Die richtige Entscheidung

Am 9. Januar war es dann soweit, wir hatten Kontakte geknüpft und in Erfahrung gebracht wo eine Spende sinnvoll ist. Da ich selbst das erste Mal in Thailand war, war ich umso glücklicher mit dem Ablauf unserer Spendenaktion. Dafür haben wir einen zweitägigen Wandertrip unternommen. Dieser ging durch den Dschungel und durch umliegende Dörfer um Pai, eine Stadt nahe der nordthailändischen Großstadt Chiang Mai. Abgesehen von der Spendenaktion haben uns zwei Eindrücke während unseres Wandertrips ungemein erstaunt. Zum einen die Kultur und die Umstände, wie ein Großteil der Einwohner Thailands lebt. Wir sahen Dörfer, die nur aus Bambushütten bestanden, keine richtigen Straßen besaßen, geschweige denn eine vernünftige Anbindung an eine ärztliche Versorgung. Zum anderen die Natur, die einfach atemberaubend ist.

 

Diese zwei Eindrücke und deren Erkenntnisse haben uns umso mehr darin bestärkt, dass Fairbrush die wahren Probleme unserer Gesellschaft angeht und die Lösung in die Hand nimmt.

Der Spendentrip

Zum Start unseres Trips sind wir mit der ersten Hälfte der zu spendenden Bambuszahnbürsten losgewandert - mit einem Rucksack mit den nötigsten Dingen für eine Nacht in einem Dorf mitten im thailändischen Dschungel inklusive 250 Fairbrushes. Das Bergdorf war nach unzähligen Höhenmetern und literweise Schweißtropfen erreicht. Unser Weg verlief unter anderem durch Bambuswälder. Dort haben wir mehr über den wahnsinnig genialen Rohstoff Bambus gelernt. Mein selbstangefertigter Trinkbecher aus Bambus steckt bis heute in meinem Rucksack und wird bei der Ankunft in Deutschland erst einmal zu meinem neuen Zahnputzbecher umfunktioniert.

Am zweiten Tag war es dann soweit, wir sind von Dorf zu Dorf marschiert, bis wir das ca. 5 Kilometer entfernte Dorf erreicht hatten, in dem es eine Schule gab. Unser Besuch war angekündigt, schnell waren also alle Kinder aus der Schule und dem angrenzenden Kindergarten versammelt. 100 Augen von neugierigen Kindern waren auf uns gerichtet. Der Klassensprecher Tack wurde sicherheitshalber vorgeschickt, um herauszufinden was wir vorhatten. Nachdem er sich und die Kinder vorstellte und herausfand, dass es ein Geschenk gab, war das Eis gebrochen und alle Kinder haben sich für ihr Geschenk angestellt. Dank unserem Tourguide Kanon konnten wir alles übersetzen und den Kindern nicht nur erklären, wie und warum jeder seine Zähne putzen und pflegen sollte, sondern auch aufklären, warum die Fairbrush aus Bambus gefertigt wird. Gerade in Thailand ist das ein wichtiges Thema, da dort der Plastikverbrauch enorm hoch ist und das Verständnis für die dadurch entstehenden verheerenden Folgen für die Umwelt nicht überall bekannt ist. Beispielsweise werden so gut wie immer Gegenstände beim Kauf mehrfach in Tüten verpackt oder wird das Essen „to go“ am Tisch neben dem Verkaufsstand aus der Styroporverpackung gegessen.

 

Nie werde ich die grinsenden Kinder vergessen, die uns angestrahlt haben, weil wir uns die Zeit genommen hatten mit ihnen über ein wichtiges Thema zu sprechen. Ich hoffe, dass mit der Übergabe der Fairbrush die Kinder viel gelernt haben und auch in Zukunft mit ihren Zähen so strahlen können, wie sie uns an diesem Tag angestrahlt haben.

 


Alles hat ein Ende

An dieser Stelle möchte ich mich nochmal herzlich bei meiner Reise- und Spendenbegleitung Julia bedanken. Dank ihr konnten die Kinder den Spaß am Zähneputzen nicht nur an meinem Mundmodell nachvollziehen, sondern auch direkt sehen, dass das Zähne putzen kein unmöglicher Akt ist. Dank ihr ist auch das ein oder andere schöne Foto entstanden. Julia, vielen Dank für dein Engagement und dein strahlendes Lächeln, das die Kinder sichtlich inspiriert hat!

 

Die Kinder wie auch die Lehrer und Erzieherinnen waren von der Aktion sehr begeistert und haben sich bereit erklärt, die übrigen Zahnbürsten an umliegende Dörfer zu verteilen. In vielen dieser Dörfer leben leider Menschen, die über Zahnpflege und deren Bedeutung nie aufgeklärt wurden. Eine Sache, die in einigen Dörfern um Pai jetzt der Vergangenheit angehört.

Dank Euch Fairbrushern!

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