Nach der ersten Spende ist vor der zweiten Spende

Zurück nach Chiang Mai

Nach einer kurvigen Busfahrt von Pai zurück nach Chiang Mai im Norden Thailands kamen wir am Arcade Bus Terminal an. Da standen wir nun mit 250 weiteren Fairbrushes und einer Telefonnummer, die wir von einer unglaublich freundlichen jungen Frau an der Rezeption eines Hostels bekommen hatten. Glücklicherweise sind Thais ein sehr offenes Volk und immer für Gespräche zu haben. So auch die Rezeptionistin, die uns den Kontakt vermittelt hat.

Der Mann hinter der Telefonnummer

Etwas Merkwürdiges hat es immer, eine unbekannte Person anzurufen und deren kostbare Zeit in Anspruch nehmen zu wollen, findest Du nicht? Bei Pramote Eua-amnuay, dem Mann hinter der Telefonnummer, war es nicht anders. Wie vereinbart rief ich ihn bei der Ankunft in Chiang Mai an. Es dauerte nicht lange bis wir einen Tagesplan hatten, wie wir die Zahnbürsten an die Kinder verteilen konnten. Diese Geschichte wollen wir Dir aber in einem anderen Blog berichten, hier soll es mehr um diesen inspirierenden Mann und seine Geschichte gehen.

 

Pramote ist selbst in einem Bergdorf in Nordthailand aufgewachsen. Viele Menschen haben dort keinen Ausweis, da sie mehr oder weniger unter dem Radar der Regierung geboren werden und leben. Wenn also jemand aus solch einem Dorf mehr erreichen und zum Beispiel in einer Stadt arbeiten möchte, muss er erst einen thailändischen Pass anfordern. „Das kann ein sehr steiniger Weg sein“, berichtete uns Pramote, der diesen Weg auf sich nahm, um seinen Traum, das Studieren, zu verwirklichen. Zum Glück tat er das, auch wenn er uns erzählte, dass er in den Pausen, in denen die anderen Kinder zum Mittagessen gingen nur in die Bibliothek konnte, da er kein Geld für ein Mittagessen hatte. Denn mit dieser Entscheidung ist einiges ins Rollen gekommen. Pramote studierte Communitymanagement,  der Lehre über das perfekte Zusammenleben in einer Gesellschaft und über die Voraussetzungen zu einem lebenswerten Leben.  Dies ist in manchen Teilen Thailands nämlich nicht selbstverständlich. Sein Studium hat definitiv Früchte getragen, denn heute ist er derjenige, der sich in der Region um Chiang Mai, Chiang Dai und Chiang Rai um viele Dörfer kümmert und dort das Kommunalleben mit seinem Wissen unterstützt. Manche Dörfer unterstützt er mit Schulungen und Veranstaltungen an denen die Dorfbewohner teilnehmen können, in anderen Dörfern verteilt er Spenden, wenn er erfährt, dass dort essenzielle Dinge benötigt werden.

Und sonst?

Pramote ist ein wirklich liebenswerter Mann. Das wird auch durch seine unzähligen Engagements deutlich. Er selbst ist Mitglied im Rotary Club und ist einer der Haupakteure bei der Borderless Friendship Western Australia. Diese Organisation kümmert sich um Spenden aus dem westaustralischen Raum, da die Wohltäter aus dieser Region gerne in die Region Thailands spenden. Viele dieser Spender verbinden ihren Urlaub mit einem Besuch bei Pramote, um sich zu überzeugen, dass ihre Spenden wirklich dort ankommen wo sie gebraucht werden. Diese Transparenz begeistert uns.

 

Darüber hinaus engagiert er sich in über 20 Waisenhäusern. In einem davon ist er sogar vollständiger Eigentümer. Dort ermöglicht er den Kindern nicht nur zur Schule zu gehen, sondern auch neben der Schule etwas für das Leben zu lernen. Dieses nennt er Leadership Home. Wer sich von den Kindern ein Taschengeld verdienen möchte, kann bei der angrenzenden Landwirtschaft oder dem Hotel mithelfen. Dort können die Kinder nicht nur Geld verdienen, sondern auch wichtige Erfahrungen sammeln, die den Kindern bei der Jobsuche nach der Schule weiterhelfen.

 

Wie es genau bei unseren Spenden abgelaufen ist berichten wir Dir in nächster Zeit. Wir freuen uns von Herzen, diesen Mann kennengelernt zu haben und eine langfristige Partnerschaft mit einer Ansprechperson für Spenden gewonnen zu haben.

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