Unsere zweite Spende

Zurück auf dem Weg unserer Spendenreise im Dschungel in der Region von dem nordthailändischen Pai haben wir, wie bereits berichtet, unseren Freund Pramote kennengelernt. Mit ihm zusammen haben wir mehrere Waisenhäuser besucht. Vom Besuch eines dieser Waisenhäuser wird hier berichtet.

 

Hoppel Hoppel Straße

Auf dem Weg zu dem Waisenhaus wurden wir ziemlich durchgeschüttelt, die Straßenanbindung des Waisenhauses war wirklich schlecht, dachten wir. Auf der Fahrt haben wir von Pramote erfahren, dass diese Straßenverbindung eine gute sei – denn sie ist vorhanden. „In der Region hier, gibt es noch viel schlechtere Anbindungen“ meinte Pramote. Wir für unseren Teil waren überrascht, denn ohne Pramotes Pick-Up hätten wir wahrscheinlich nicht einmal diese „gute Anbindung“ entlangfahren können.

In der Dunkelheit für weiße Zähne

Als wir im Waisenhaus ankamen war es dunkel geworden in der Bergregion in der Nähe von Chiang Dai dunkel geworden. Es regnete. Manche Kinder waren bedrückt, als wir ankamen. Wir fragten nach, warum manche Kinder so besorgt nach draußen schauen. Uns wurde ein Blick in die Schlafräume der Kinder gewährt. Es war ein Matratzenlager geschützt von einem Wellblechdach. Nun konnten wir auch die besorgten Blicke verstehen. Wird der Regenschauer stärker, kommt es hier leider öfter vor, dass es in die Häuser regnet. Zum Glück hatten wir eine Kleinigkeit zum Aufmuntern dabei – ein Bonbon. Das gibt es nicht alle Tage und alle haben sich gefreut, die bedrückten Blicke waren verschwunden.

Wer ein Bonbon isst, muss jedoch auch seine Zähne putzen. Also begannen wir zusammen unsere Zähne zu putzen. Pramote als Übersetzter, Christian als Putzmodell und Julia als Fotograf. Ich zeigte den Kindern die Bewegungen mit der Zahnbürste an einem Modell.

Alle haben munter mitgeputzt und ihren Spaß gehabt. Ich war wirklich überrascht, die Kinder haben uns wirklich sehr aufmerksam zugehört und eifrig mitgemacht. Es wurden sogar einige Fragen  zum Zähneputzen gestellt. Auch über die Bedeutung von Umweltverschmutzung und Plastik haben wir gesprochen. Aber ich bin ehrlich, die Kinder in diesem Waisenhaus haben zugehört und es vielleicht auch mitgenommen, aber den größeren Einfluss hatte in diesem Waisenhaus definitiv das gemeinsame Zähneputzen und die Erklärungen zur Mundhygiene. Zum Abschluss wurden wir drei aus Deutschland noch aufgefordert etwas zu sagen, was uns in unserem Leben bewegt und was wir gelernt haben. Dabei waren die Kinder wieder Feuer und Flamme, aber wer redet nicht gerne über Träume und Geschichten eines aufregenden Lebens von ein paar Reisenden?

Für uns wurden noch einige Lieder gesungen und wir wurden dazu aufgefordert ein Bild zu machen, das über Pramote dem Waisenhaus zukommen soll. Es war ein erfolgreicher Besuch und jeder hat gelacht. Als wir wieder im Auto saßen sahen wir die vielen winkenden Hände und die glücklichen Kinder. Obwohl alles super lief und jeder Spaß hatte waren wir nun diejenigen mit dem bedrückten Blick– der Regen wurde stärker.

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